Dr. Danilo Türk: Vertrauen als Grundlage zur Lösung politischer Herausforderungen und Verwaltung des Sekretariats

‘Hin­ga­be, Erfah­rung, Visi­on.’ Dr. Dani­lo Türk, ehe­ma­li­ger Prä­si­dent der Repu­blik Slo­we­ni­en, grün­det sei­ne Kan­di­da­tur für das Amt des UN-Gene­ral­se­kre­tärs auf das Zusam­men­spiel die­ser drei Ele­men­te”, so die Bot­schaft der Repu­blik Slo­we­ni­en zum Kan­di­da­ten, der sich um das Amt des UN-Gene­ral­se­kre­tärs bewirbt. “Inner­halb von mehr als drei Jahr­zehn­ten unter­schied­lichs­ter Erfah­run­gen mit der Orga­ni­sa­ti­on wur­de er Zeu­ge zahl­rei­cher gra­du­el­ler, posi­ti­ver Ver­än­de­run­gen. Doch die Anpas­sung der UN an Ent­wick­lun­gen eini­ger glo­ba­ler poli­ti­scher Her­aus­for­de­run­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re zeigt, dass die Orga­ni­sa­ti­on nicht zu effek­ti­ven oder krea­ti­ven Maß­nah­men fähig ist. Mehr denn je benö­tigt sie einen Gene­ral­se­kre­tär, der Ver­trau­en genießt und die ent­spre­chen­den Grund­la­gen zur Lösung poli­ti­scher Pro­ble­me sowie zur Ver­wal­tung des Sekre­ta­ri­ats schafft.

Um die­ser Auf­ga­be erfolg­reich gerecht zu wer­den, ist ein exzel­len­tes Ver­ständ­nis der Funk­ti­ons­wei­se der Orga­ni­sa­ti­on und ihrer grund­le­gen­den Berei­che von zen­tra­ler Bedeu­tung. Dr. Türk begann sei­ne Kar­rie­re als Exper­te für inter­na­tio­na­les Recht, wobei er 1982 als Mit­glied der UN-Arbeits­grup­pe zum Recht auf Ent­wick­lung zum ers­ten Mal mit der Arbeits­wei­se der UN in Kon­takt kam. Im fol­gen­den Zeit­raum wid­me­te er sich in beträcht­li­chem Maße der Arbeit auf dem Gebiet der Men­schen­rech­te und spiel­te eine wich­ti­ge Rol­le bei der Unab­hän­gig­keit Slo­we­ni­ens im Jahr 1991, als er unter ande­rem als Autor an dem Kapi­tel über Men­schen­rech­te in der slo­we­ni­schen Ver­fas­sung mit­wirk­te. Acht Jah­re stand er im Dienst sowie war stän­di­ger Ver­tre­ter Slo­we­ni­ens bei der UN und hat­te in die­ser Rol­le zwei Mal den Vor­sitz des Sicher­heits­rats inne. Dar­auf­hin wur­de er vom dama­li­gen Gene­ral­se­kre­tär Kofi Ann­an als des­sen Assis­tent für poli­ti­sche Ange­le­gen­hei­ten beru­fen. In die­ser Funk­ti­on beschäf­tig­te er sich mit zahl­rei­chen Kri­sen­si­tua­tio­nen in der Welt wie unter ande­rem dem West­bal­kan, Paläs­ti­na, dem Liba­non, Afgha­nis­tan, Irak, Myan­mar, Nord­ko­rea, Ost­ti­mor, Kolum­bi­en, Hai­ti und Vene­zue­la. 2007 wur­de er zum Prä­si­den­ten der Repu­blik Slo­we­ni­en gewählt, wobei er die­se Funk­ti­on auch in der Zeit der ers­ten EU-Rats­prä­si­dent­schaft Slo­we­ni­ens aus­üb­te.

Die Viel­sei­tig­keit der vor­ste­hen­den Erfah­run­gen ermög­licht ein ein­zig­ar­ti­ges Ver­ständ­nis für die Kom­ple­xi­tät der Ele­men­te glo­ba­ler Füh­rung. Nach Mei­nung Dr. Türks ermög­licht dies auch eine kla­re­re Gestal­tung der Prio­ri­tä­ten und Visio­nen der Orga­ni­sa­ti­on, die von einer effi­zi­en­ten und gerech­ten Her­an­ge­hens­wei­se an die Bedürf­nis­se der Men­schen aus­geht und die durch fes­te Part­ner­schaf­ten mit den Staa­ten, regio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen und ande­ren Teil­ha­bern, ins­be­son­de­re dem pri­va­ten Sek­tor und der Zivil­ge­sell­schaft, sicher­ge­stellt wird. Der UN-Gene­ral­se­kre­tär muss sich des­sen bewusst sein, dass er mit­hil­fe die­ser Part­ner­schaf­ten Bedin­gun­gen schafft, auf deren Basis die Orga­ni­sa­ti­on ihr Man­dat für Frie­den und Sicher­heit, nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung und Men­schen­rech­te effek­tiv aus­üben kann. Dies umfasst auch nöti­ge Refor­men der Orga­ni­sa­ti­on, da die unter­schied­li­chen Akti­vi­tä­ten und Poli­ti­ken der UN auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den und die ver­schie­de­nen Maß­nah­men auf die tat­säch­li­chen Bedürf­nis­se aus­ge­rich­tet sein müs­sen .

Die Umset­zung einer sol­chen Visi­on wür­de zu grö­ße­rem Anse­hen der UN füh­ren sowie dazu bei­tra­gen, dass sie auch in anspruchs­volls­ten Situa­tio­nen wie der Syri­en­kri­se eine bedeu­ten­de­re und ent­schei­den­de­re Rol­le spielt. Für Dr. Türk ist es von aus­schlag­ge­ben­der Bedeu­tung, dass die Sei­ten, die an einem Kon­flikt betei­ligt sind, selbst zu einer Ver­ein­ba­rung gelan­gen, wobei sich die UN sei­ner Mei­nung nach stär­ker für die Ein­stel­lung von Gewalt ein­set­zen könn­te. Ein wich­ti­ges Ele­ment für eine nach­hal­ti­ge Lösung könn­te eine ent­spre­chen­de Ver­tei­lung der Macht zwi­schen Grup­pen sein sowie der Auf­bau von Ent­wick­lungs­pro­gram­men und huma­ni­tä­rer Hil­fe. Selbst­ver­ständ­li­ch kann und darf die Orga­ni­sa­ti­on kei­ne Lösun­gen dik­tie­ren. Ihre Rol­le liegt viel­mehr dar­in, Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen, die Ver­ein­ba­run­gen ermög­li­chen, sowie anschlie­ßend auf die Ein­hal­tung die­ser Ver­ein­ba­run­gen zu ach­ten. Die Grund­la­ge dafür ist Ver­trau­en.

Die UN benö­tigt eine Per­son am Kopf der Orga­ni­sa­ti­on, die umfas­sen­des Ver­trau­en genießt und die­ses Ver­trau­en auf die viel­schich­ti­ge Tätig­keit der Orga­ni­sa­ti­on, ein­schließ­li­ch des Sekre­ta­ri­ats, über­trägt. Dr. Türk ist über­zeugt, dass die­se Zie­le erreicht wer­den kön­nen, indem das Anse­hen der UN durch eine Null-Tole­ranz-Poli­tik gegen­über Miss­brauch gestärkt wird, die UN-Büro­kra­tie effek­tiv und trans­pa­rent arbei­tet und sich die Mit­ar­bei­ter durch Inte­gri­tät und Unpar­tei­lich­keit aus­zeich­nen sowie von dem Bewusst­sein geprägt sind, allen Völ­kern der Ver­ein­ten Natio­nen glei­cher­ma­ßen zu die­nen.”

 

Dies ist der Mei­nungs­bei­trag der slo­we­ni­schen Bot­schaft, den wir hier doku­men­tie­ren. Wir haben alle Bot­schaf­ten der Her­kunfts­län­der aller Kan­di­da­ten gebe­ten, mit einem Mei­nungs­bei­trag auf #YourN­extSG prä­sent zu sein. In loser und in zufäl­li­ger Rei­hung ver­öf­fent­li­chen die ein­ge­gan­gen Bei­träge.

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