Miroslav Lajčák: Professionalität, Verantwortung und Führungsstärke

Am 25. Mai 2016 hat die Regie­rung der Slo­wa­ki­schen Repu­blik die Nomi­nie­rung des Minis­ters für Aus­wär­ti­ge und Euro­päi­sche Ange­le­gen­hei­ten, Miros­lav Lajčák, zum Kan­di­da­ten der Slo­wa­ki­schen Repu­blik für den Pos­ten des Gene­ral­se­kre­tärs der UNO für die Amts­zeit 2017 bis 2021 ver­ab­schie­det”, schreibt die slo­wa­ki­schen Bot­schaft in einem exklu­si­vem State­ment für #YourN­extSG.

miroslav_lajcak_cmykMiros­lav Lajčák ist ein Berufs­di­plo­mat, der sein gan­zes pro­fes­sio­nel­les Leben dem Dienst gegen­über sei­nem Land und der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft geweiht hat. Wäh­rend sei­ner Kar­rie­re hat er eine bedeu­ten­de Rol­le als Ver­mitt­ler in den Post-Kon­flikt-Situa­tio­nen auf dem West­bal­kan gespielt, er betei­lig­te sich aktiv an der Trans­for­ma­ti­on sei­nes eige­nen Lan­des (das nach der fried­li­chen Tren­nung der Tsche­cho­slo­wa­kei ent­stan­den ist) sowie am Aus­bau des diplo­ma­ti­schen Diens­tes der Euro­päi­schen Uni­on.

Zahl­rei­che pro­fes­sio­nel­le Erfah­run­gen sam­mel­te Miros­lav Lajčák als slo­wa­ki­scher Bot­schaf­ter in Japan (1994 — 1998), als Bot­schaf­ter der SR in der Bun­des­re­pu­blik Jugo­sla­wi­en, in Alba­ni­en und Maze­do­ni­en (2001 — 2005) sowie als drei­fa­cher Außen­mi­nis­ter der Slo­wa­ki­schen Repu­blik (2009 — 2010, 2012 — 2016 und 2016 bis heu­te).

Wich­ti­ge Mei­len­stei­ne sei­nes inter­na­tio­na­len Enga­ge­ments waren der Pos­ten als Per­sön­li­cher Gesand­ter des Hohen Reprä­sen­tan­ten der EU für gemein­sa­me Außen- und Sicher­heits­po­li­tik Javier Sola­na für die Vor­be­rei­tung des Refe­ren­dums über die Unab­hän­gig­keit von Mon­te­ne­gro (2006) sowie sein Wir­ken als Hoher Reprä­sen­tant der inter­na­tio­na­len Gemein­schaft und Son­der­ge­sand­ter der Euro­päi­schen Uni­on für Bos­ni­en und Her­ze­go­wi­na (2007 — 2009). In den Jah­ren 2010 bis 2012 war er maß­geb­li­ch am Auf­bau von EEAS als Exe­ku­tiv­di­rek­tor für Euro­pa und Zen­tral­asi­en betei­ligt.

Zu den Haupt­prio­ri­tä­ten von Miros­lav Lajčák als Kan­di­da­ten für das Amt des UNO-Gene­ral­se­kre­tärs gehört es, sich mit vol­lem Gewicht und vol­ler Kraft die­ser Funk­ti­on sowie mit maxi­ma­lem pro­fes­sio­nel­lem Bemü­hen um eine siche­re­re, gerech­te­re und mehr pro­spe­rie­ren­de Welt ein­zu­set­zen. Miros­lav Lajčák setzt die Visi­on einer moder­nen, effek­ti­ven und trans­pa­ren­ten Orga­ni­sa­ti­on durch, die eine dyna­mi­sche und krea­ti­ve Füh­rung braucht. Eine Füh­rungs­per­sön­lich­keit, die allen Mit­glieds­staa­ten gleich­zei­tig auf­merk­sam zuhö­ren und ehr­li­ch alle rele­van­ten Sei­ten und Mei­nun­gen abwie­gen wird.

Miros­lav Lajčák wür­de in der Funk­ti­on als UNO-Gene­ral­se­kre­tär die Beto­nung auf Prä­ven­ti­on von Kon­flik­ten, kon­se­quen­te und früh­zei­ti­ge Media­ti­on, effek­ti­ve­res Peace­ke­eping und Peace­buil­ding legen wol­len. Der Ter­ro­ris­mus und der gewalt­tä­ti­ge Extre­mis­mus stel­len eine Her­aus­for­de­rung dar, der die UNO mit grö­ße­rem Nach­druck, mit der Ein­füh­rung von hoch­wer­ti­gen glo­ba­len, regio­na­len sowie natio­na­len Stra­te­gi­en die Stirn bie­ten muss. Die Ent­wick­lungs- und huma­ni­tä­re Hil­fe stel­len dabei Schlüs­sel­as­pek­te der Tätig­keit der UNO dar und sind ein Sym­bol der Hoff­nung für die Opfer, für die Unglück­li­chen und Ver­wund­ba­ren. Eine prä­ze­denz­lo­se Anzahl von Migran­ten braucht heu­te Hil­fe bei der Schaf­fung von Sicher­heit und Wah­rung der Men­schen­wür­de, genauso wie die Aber­mil­lio­nen Men­schen, die von chro­ni­scher Unter­ernäh­rung bedroht sind. Ein bedeu­ten­des Motiv der Tätig­keit der UNO müs­sen auch wei­ter­hin der Kampf für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung und die Meis­te­rung der vor­drin­gen­den Her­aus­for­de­rung in Gestalt des Kli­ma­wan­dels blei­ben. Die Men­schen­rech­te sind für Miros­lav Lajčák ein abso­lu­ter, uni­ver­sel­ler Wert, den man mit allen Mit­teln schüt­zen und ver­tei­di­gen muss.

In sei­ner lebens­lan­gen diplo­ma­ti­schen Tätig­keit hat sich Miros­lav Lajčák als ein fähi­ger Media­tor, erfolg­rei­cher Geschäfts­füh­rer und beharr­li­cher Befür­wor­ter des Dia­logs, des gegen­sei­ti­gen Respekts und der inklu­si­ven Zusam­men­ar­beit bewährt. Er hält oft Vor­le­sun­gen in füh­ren­den aka­de­mi­schen Insti­tu­tio­nen (z. B. Hop­kins Uni­ver­si­ty, Uni­ver­si­ty of Ber­kley, Moscow Insti­tu­te for Inter­na­tio­nal Affairs, Chi­ne­se Diplo­ma­tic Aca­de­my, LSE, Boc­co­ni Uni­ver­si­ty Mila­no), in renom­mier­ten Think-Thanks und Stif­tun­gen (z. B. Atlan­tic Coun­cil, GMF, Fri­en­ds of Euro­pe Brus­sels, Fried­rich Ebert Stif­tung Ber­lin, Inter­na­tio­nal Peace Insti­tu­te, IFRI Paris) und sei­ne Mei­nun­gen wer­den in glo­bal respek­tier­ten Medi­en publi­ziert (so z. B. Wall Street Jour­nal, FT, Eco­no­mist, Der Spie­gel, Die Welt, Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung, Diplo­ma­ti­co — Por­tu­gal, Dai­ly Nati­on — Kenya).

Miros­lav Lajčák spricht Eng­li­sch, Rus­si­sch, Deut­sch, Spra­chen der sla­wi­schen Län­der des Bal­kans, Bul­ga­ri­sch und Fran­zö­si­sch. Er ist ver­hei­ra­tet und hat zwei Töch­ter. Sei­ne Ehe­frau Jar­mi­la ist eine belieb­te Fern­seh­mo­de­ra­to­rin und wid­met sich zahl­rei­chen Wohl­tä­tig­keits­ak­ti­vi­tä­ten.

 

Dies ist der Mei­nungs­bei­trag der slo­wa­ki­schen Bot­schaft, den wir hier doku­men­tie­ren. Wir haben alle Bot­schaf­ten der Her­kunfts­län­der aller Kan­di­da­ten gebe­ten, mit einem Mei­nungs­bei­trag auf #YourN­extSG prä­sent zu sein. In loser und in zufäl­li­ger Rei­hung ver­öf­fent­li­chen die ein­ge­gan­gen Bei­träge.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sechs + fünf =